
Am 24./25.01.2026 fand in Unna der 1. offene Jugendländervergleich statt. An der Premiere dieses neuen Wettkampfformats nahmen mit Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg drei leistungsstarke Bundesländer teil, die jeweils mit ihren besten Nachwuchsathlet*innen antraten. Damit wurde ein wichtiger Meilenstein in der Weiterentwicklung des Nachwuchswettkampfsystems, insbesondere im süddeutschen Raum, gesetzt.
Das Team Baden-Württemberg trat mit insgesamt 36 Athlet*innen als geschlossene Mannschaft auf und erreichte mit 806 Punkten einen hervorragenden zweiten Platz, nur knapp hinter der Auswahl aus Nordrhein-Westfalen (826 Punkte). Team Bayern belegte mit 727 Punkten den dritten Platz.
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Trainerteam sowie bei unseren begleitenden Kampfrichter*innen und bei der gesamten Mannschaft für den engagierten und erfolgreichen Einsatz bedanken.
Hintergründe und Bedeutung dieses Wettkampfformates:
Seit rund zwei Jahren verfolgen wir das Ziel, ein tragfähiges und zukunftsorientiertes Wettkampfformat für einen süddeutschen Jugendländervergleich unter Einbeziehung von Nordrhein-Westfalen zu etablieren. Der nun erfolgreich durchgeführte Vergleich stellt einen ersten konkreten Schritt auf diesem Weg dar und bestätigt sowohl die fachliche als auch die organisatorische Ausrichtung des Konzepts.
Die inhaltliche Grundlage des Ländervergleichs orientiert sich an der LLA-Etappe „Aufbautraining II“ (Altersklasse ca. 13–15 Jahre, weiblich/männlich). In dieser Entwicklungsphase stehen nicht ausschließlich sportliche Leistungen im Fokus, sondern insbesondere die Förderung sozialer Kompetenzen, des Teamgedankens, der Identifikation mit der Mannschaft sowie gegenseitiger Rücksichtnahme. Wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen zeigen, dass Athlet*innen gerade in diesem Alter diese Fähigkeiten besonders intensiv entwickeln. Umso wichtiger ist es, diese Prozesse durch geeignete Maßnahmen, wie zentral organisierte Mannschaftswettkämpfe, gezielt zu unterstützen.
Der 1. offene Jugendländervergleich bot hierfür einen idealen Rahmen. Die Athlet*innen traten bewusst nicht als Einzelpersonen, sondern als Mannschaften an. Das gemeinsame Erleben von Wettkampf, Erfolg und Herausforderung stärkte den Zusammenhalt innerhalb der Teams und förderte zugleich das überregionale Kennenlernen sowie einen respektvollen Umgang untereinander.
Der 1. offene Jugendländervergleich kann somit als erfolgreicher Auftakt bewertet werden. Aufbauend auf diesen Erfahrungen soll das Format weiterentwickelt und perspektivisch als fester Bestandteil der Nachwuchsförderung im süddeutschen Raum und darüber hinaus etabliert werden.
Landestrainer
Dr. Farshid Shami








